Aus dem Netzwerk: Interview mit ZEHN Niedersachsen zur Ernährungsarmut
Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) hat gemeinsam mit Akteuren Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung von Ernährungsarmut in Niedersachsen erarbeitet. Wir sprachen mit Maren Bürster, Fachreferentin für Ernährung beim ZEHN, über Hintergründe, Erkenntnisse und notwendige Maßnahmen.
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nimmt mit seiner Ernährungsstrategie das Thema Ernährungsarmut in den Fokus. Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) hat im Auftrag des Ministeriums Handlungsempfehlungen dazu erarbeitet: Das Fokusheft enthält Maßnahmen, in denen die Verpflegung von Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen eine zentrale Rolle spielt.
Betroffene sind Expert*innen ihrer eigenen Lebenslage
Maren Bürster, Fachreferentin für Ernährung beim ZEHN, hat unsere Fragen zur Entstehung der Handlungsempfehlungen beantwortet. Den Fachleuten war es unter anderem wichtig, die Vielschichtigkeit von Ernährungsarmut durch einen breiten Beteiligungsansatz zu berücksichtigen. Neben der Einbindung von Fachinstitutionen, Ehrenamtlichen und Vertreter*innen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen haben besonders die Erfahrungen und Bedürfnisse der Betroffenen selbst Gehör gefunden.
„Armutsbetroffene Menschen fühlen sich oft zu wenig gehört. Statt sie direkt in vermeintlich hilfreiche Angebote zu vermitteln, sollte es zuerst darum gehen, sich Zeit zu nehmen und Zugänge zu bestehenden Hilfsmaßnahmen zu vereinfachen.“
Welche Potenziale die Fachleute in der Kita- und Schulverpflegung zur Bekämpfung von Ernährungsarmut sehen, was armutssensibels Handeln kennzeichnet und welche Maßnahmen in Niedersachsen bereits auf den Weg gebracht wurden, lesen Sie im Interview.