Was macht gutes Kita- und Schulessen aus? Bundesweite Studie gestartet
Wie lässt sich Kita- und Schulverpflegung so gestalten, dass sie Qualitätsanforderungen erfüllt und gleichzeitig bei Kindern und Jugendlichen gut ankommt? Das Forschungsprojekt KiSMo untersucht, welche Faktoren die Qualität, Inanspruchnahme und Akzeptanz von Kita- und Schulessen in Deutschland beeinflussen. Die Ergebnisse sollen eine Datengrundlage schaffen, um die Verpflegung in Kitas und Schulen weiterzuentwickeln.
Das Forschungsprojekt „Kita- und Schulverpflegungsmonitoring (KiSMo): Bundesweite Erhebung zur Qualität, Akzeptanz und zum Monitoring der Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen“ läuft bis August 2028 und wird von der Hochschule Osnabrück geleitet. Partner sind die Universität Konstanz und die Georg-August-Universität Göttingen.
„Kita- und Schulessen begleitet Millionen Kinder durch ihren Alltag. Umso wichtiger ist es, verlässlich zu wissen, was gut funktioniert und wo Verbesserungen nötig sind. Dafür brauchen wir aktuelle bundesweite Daten.“
Was entscheidet, ob Kinder und Jugendliche das Essen annehmen?
Ein besonderer Schwerpunkt von KiSMo liegt auf der Akzeptanz und Nutzung der Verpflegungsangebote in Kitas und Schulen. Befragt werden daher alle relevanten Zielgruppen wie Schüler*innen, Eltern, Kita- und Schulleitungen und Verpflegungsverantwortlichen in Kommunen und bei Trägern. Untersucht wird zudem der Umsetzungsgrad der DGE-Qualitätsstandards. Ein weiteres Augenmerk liegt auch auf der Ernährungsumgebung, die Kinder und Jugendliche in ihren Ess-Entscheidungen beeinflussen können.
„Ob Kinder und Jugendliche das Angebot in Kita und Schule nutzen, hängt auch von der Ernährungsumgebung ab: Wie ist die Essenssituation gestaltet, was kostet das Essen, wie läuft die Organisation - und welche Alternativen gibt es auf dem Schulweg? Mit KiSMo wollen wir diese Umgebung erstmals bundesweit systematisch erfassen.“
Mehrstufiges Forschungsdesign
Um belastbare Aussagen für Deutschland treffen zu können, erstellt KiSMo zunächst eine bundesweite Übersicht aller Kitas, Kitaträger und allgemeinbildenden Schulen. Darauf aufbauend erfasst ein digitales Kurzscreening zentrale Faktoren wie etwa Bewirtschaftungsformen und Teilnahmezahlen. Auf dieser Grundlage wählt das Forschungsteam repräsentativ angelegte Stichproben für vertiefende Befragungen aus.
„Wir streben an, mit mehreren aufeinander abgestimmten Befragungen an Kitas und Schulen ein möglichst verlässliches Bild für ganz Deutschland zu gewinnen. Nur so können praxisnahe und belastbare Empfehlungen abgeleitet werden.“
Monitoring für die Zukunft
Auf Grundlage der bundesweiten Erhebungen entwickelt das Forschungsteam außerdem ein standardisiertes Monitoring-Konzept. Damit soll es künftig möglich sein, zentrale Kennzahlen zur Kita- und Schulverpflegung regelmäßig, vergleichbar und mit vertretbarem Aufwand zu erfassen.
Gefördert wird KiSMo vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über den Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Die Ergebnisse sollen im 16. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung veröffentlicht werden.
Quelle
- Hochschule Osnabrück – Fachbereich Ökotrophologie: Pressemeldung vom 11. September 2026