Eine Jugendliche fotografiert ihr Essen für soziale Medien.
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Gesunde Ernährung: Was Jugendliche darüber denken

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigt ein hohes Interesse an Themen wie Essen und Trinken sowie Gesundheit. Eine Studie hat den Wissensstand dieser Altersgruppe dazu untersucht und ist der Frage nachgegangen, wie sie sich über Ernährungsthemen informiert.

Ziel der Studie war, Ernährungs- und Kommunikationspräferenzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu untersuchen, damit Einstellungen und Erfahrungen dieser Altersgruppe bei der Planung von Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungskompetenzen junger Menschen besser berücksichtigt werden können. 

Die Studie wurde im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat durchgeführt. Im November 2025 wurden 1.004 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis unter 28 Jahren, repräsentativ für Deutschland nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region, online befragt. Die Daten wurden anhand deskriptiver demografischer Analysen und der Betrachtung nach Sinus-Jugendmilieus ausgewertet (siehe auch Grafiken untenstehend).

Zentrale Ergebnisse über alle Jugendmilieus

  • Die Befragten zeigen insgesamt ein hohes Interesse an Themen rund um Essen und Trinken (60 %). Mit 54 % belegt das Thema „Gesundheit“ den dritten Platz.
  • Fast drei Viertel der Befragten entscheiden im Haushalt selbst, was sie essen. Eine Mehrheit kocht zuhause auch selbst (68 %). Bei einer knappen Hälfte (44 %) entscheiden die Eltern über die Ernährung, hier vor allem bei den Jüngeren.
  • Das wichtigste Entscheidungskriterium ist der Geschmack (95 % Zustimmung), gefolgt von Kosten und Verfügbarkeit (je 86 %). 80 % finden auch Gesundheitsaspekte wichtig. Nachhaltigkeit wird von 63 % der Befragten als wichtig erachtet. 
  • Ein Großteil der Befragten isst hauptsächlich zuhause (86 % täglich). Mindestens einmal im Monat isst auch eine große Mehrheit auswärts, entweder im Restaurant (84 %) oder To-Go (88 %). Mehr als die Hälfte (56 %) isst nie in Mensa oder Cafeteria. 
  • Mehrheitlich wird gesundes und ausgewogenes Essen positiv assoziiert (körperliche Fitness 83 % Zustimmung, langes Leben und guter Geschmack jeweils 82 % Zustimmung), aber auch negativ mit hohen Preisen (60 %).
  • Die Befragten informieren sich vor allem im digitalen Raum. Informationen werden insbesondere über Google (41 %) und soziale Netzwerke wie Instagram (39 %), TikTok (37 %) oder YouTube (36 %) bezogen. Als besonders vertrauenswürdig werden Informationen von fachbezogenen Institutionen und persönlichen Kontakten (z. B. Familie, Freundeskreis) bewertet. 

Zusammenfassung und Empfehlungen

In ihrer Zusammenfassung empfehlen die Autor*innen unter anderem, Aktivitäten und Maßnahmen auf den positiven Assoziationen zu gesunder Ernährung aufzubauen. Gleichzeitig müsse berücksichtigt werden, dass sich Bedenken zu den dafür anfallenden Kosten wie ein roter Faden durch die Befragung ziehe. Als bedeutsam bewerten sie zudem die Diskrepanz zwischen zugeschriebener Wichtigkeit und tatsächlicher Umsetzung einer gesunden Ernährung. 

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