Kita-Kinder essen Obst, eine pädagogische Fachkraft reicht einen Teller an.
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Gesunde Ernährung: Kita-Tage gehen mit günstigerer Ernährungsqualität einher

Eine aktuelle Auswertung der bundesweiten KiESEL-Studie zeigt, welchen Beitrag die in der Kita verzehrten Lebensmittel zur Ernährung von 1- bis 5-jährigen Kindern leisten: Kinder essen an Kita-Tagen im Durchschnitt günstiger als an Tagen ohne Kita-Besuch. Die Ergebnisse unterstreichen die Rolle der Kitaverpflegung für Prävention und Gesundheitsförderung.

Die repräsentative KiESEL-Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Max Rubner-Instituts hat untersucht, wie sich die Ernährung von Kindern an Kita-Tagen von der Ernährung an Tagen ohne Kita-Besuch unterscheidet. Die Analyse basierte auf Fragebogen- und Ernährungsprotokollen (3 + 1 Tag), die im Rahmen von KiESEL erhoben worden waren. Die Teilstichprobe umfasste 570 Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren mit mindestens einem Tag in einer Kindertagesstätte und einem Tag außerhalb einer Kindertagesstätte. An der Auswertung beteiligte sich sowohl das Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung als auch das Bundeszentrum für Ernährung. 

Die Ergebnisse zeigten Unterschiede in der Zusammensetzung der Ernährung:

  • Am häufigsten aßen die Kinder in der Kita zu Mittag (76 %), wobei überwiegend die Einrichtung das Essen bereitstellte. Gleichzeitig nahmen dort fast alle Kinder (93,6 %) wenigstens eine Frühstücksmahlzeit (1. und/oder 2. Frühstück) ein. Insgesamt aß fast die Hälfte (45,5 %) regelmäßig drei Mahlzeiten in der Kita.
  • Im Vergleich zu Nicht-Kita-Tagen wiesen Kita-Tage mehrere Merkmale einer gesundheitsförderlicheren Ernährung auf. Die Kinder verzehrten mehr Gemüse und ungesüßte Getränke sowie weniger Fleisch und Wurstwaren und ungünstige Lebensmittel wie Süßigkeiten und gesüßte Erfrischungsgetränke. Sie nahmen zugleich mehr Ballaststoffe und Calcium, aber weniger Fett auf.
  • Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Lebensmittel, die die Kinder während ihres Aufenthalts in der Kita aßen. Der Zusammenhang zeigt sich insbesondere bei Kindern, die regelmäßig in der Kita zu Mittag essen.
  • Die Unterschiede betreffen vor allem Lebensmittelgruppen und Nährstoffe, bei denen frühere Untersuchungen bei Kleinkindern und Vorschulkindern Abweichungen von den Empfehlungen festgestellt haben. Obwohl etwa der Gemüsekonsum an Kita-Tagen höher war, lag er sowohl an Kita-Tagen als auch an Nicht-Kita-Tagen weiter unter den Empfehlungen. 

Gesundheitsförderliches Potenzial weiter ausschöpfen

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Kitaverpflegung die Ernährung von Kindern positiv beeinflussen kann. Damit nutzen Kitas das Potenzial, eine gesundheitsförderliche Ernährung von Kindern unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund zu unterstützen, so die Wissenschaftler*innen. Gleichzeitig zeigten die Ergebnisse Optimierungspotenzial, etwa beim Gemüseverzehr. Deshalb befürworten die Fachleute weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die gezielte Unterstützung einer gesundheitsorientierten öffentlichen Beschaffung und einen leichteren Zugang zu den Mahlzeiten für eine höhere Inanspruchnahme.

„Kitaverpflegung ist ein wichtiger Hebel, um den Lebensmittelverzehr von Kindern zu verbessern. Unsere Ergebnisse machen deutlich: Wer Kitaverpflegung gestaltet, beeinflusst damit auch das Ernährungsverhalten der Kinder. Diese Chance sollten Verantwortliche konsequent nutzen.“
Kerstin Clausen, Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung

Quelle

  • Spiegler C, Nowak N, Döring M, Clausen K, Walczak L, Burgard L, Brettschneider A-K, Ensenauer R, Heuer T, Straßburg A and Bonsmann SS (2026) Food consumption and nutrient intake in children on day-care days: results from the nationwide German KiESEL study. Front. Nutr. 13:1864533. doi: 10.3389/fnut.2026.1864533

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