Ein kleines Mädchen hält einen Bund Möhren in der Hand und lächelt verschmitzt.
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Mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung: Zweite Ringvorlesung erfolgreich abgeschlossen

Die zweite Ringvorlesung der Hochschule Osnabrück zur Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die Veranstaltungsreihe stärkte besonders den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Dabei zeigte sich: Besonders das Kita- und Schulessen bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für nachhaltiges Handeln. Auch das Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung hat sich beteiligt.

Die zweite Ringvorlesung der Hochschule Osnabrück zum Themenkomplex „Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung“ hat konkrete Praxisansätze aufgezeigt, wie eine hochwertige, sozial und ökologisch verträgliche sowie kostendeckende Gemeinschaftsverpflegung gelingen kann. Die 12 Veranstaltungen zeigten, dass gerade die Verpflegung in Kitas und Schulen ein zentrales Erprobungsfeld von Projekten und Initiativen für mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung ist. Nationale und internationale Praxisbeispiele und Analysen machten deutlich, welche Entwicklung dieser Sektor bereits genommen hat und welche Potenziale vorhanden sind. 

Die Online-Seminare wurden gestaltet von Referent*innen verschiedener Fachdisziplinen aus Wissenschaft, Praxis und Politik. Teilgenommen haben Studierende und Interessierte aller Fachrichtungen, ebenso Fachöffentlichkeit und Fachpraxis.

Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung gestaltet mit

Wiebke Kottenkamp, Leiterin des Bundeszentrums Kita- und Schulverpflegung, gehörte zu den Auftaktrednerinnen dieser Veranstaltungsreihe als Beitrag zur nachhaltigen Transformation von Ernährungssystemen. In ihren Grußworten betonte sie, dass jede Investition in das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig ist, denn ausgewogenes Kita- und Schulessen trägt auch langfristig zu ihrer Gesundheit bei. Strategische Ausgaben für Kinder sind eine der wirksamsten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, weil sie künftige Abhängigkeiten von Sozialsystemen verringern, so die Expertin. 

„In jeder Kita- und Schulmahlzeit steckt eine Chance: Für Gemeinschaft, für Gesundheit, für Gerechtigkeit und natürlich für Nachhaltigkeit.“
Wiebke Kottenkamp

Dr. Kerstin Clausen, Referentin im Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung, schloss mit einem Fachbeitrag die Ringvorlesung ab. Sie stellte die Verpflegungs- und Verantwortungsstrukturen in Deutschland vor, unter denen Kita- und Schulverpflegung organisiert wird und in deren Kontext Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung stattfinden können, zum Beispiel mit Blick auf eine stärkere Verbindlichkeit von Qualitätsstandards. Sie appellierte an alle Verantwortlichen, Kita- und Schulessen im Schulterschluss von Trägern und Einrichtungen zu organisieren, um Chancen zu nutzen und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. 

„Kita- und Schulverpflegung ist eine gemeinsame Managementaufgabe, die Professionalität auf allen Ebenen erfordert.“
Dr. Kerstin Clausen

Vielfältige Unterstützung für Akteure

Mit dieser Aufgabe sind verantwortliche Akteure aber nicht allein. Kerstin Clausen stellte die Arbeit des Bundeszentrums als zentrale Plattform und Ansprechpartner auf Bundesebene vor und warb für ein gemeinsames Qualitätsverständnis. Denn nur, wenn alle gemeinsame Standards haben, kann das Ergebnis überzeugen. Auf Bundesebene initiiert und koordiniert das Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung diesbezüglich vielfältige Maßnahmen für gutes Essen in Kindertagesbetreuung und Schulen. 

In den Bundesländern sind die Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung Ansprechpartner für alle Interessierten, die professionelle Beratung und Begleitung bei der Organisation der Kita- und Schulverpflegung suchen. Die Vernetzungsstellen sind in allen Bundesländern aktiv und kennen die regionalen Anforderungen und Strukturen am besten. 

Alle Veranstaltungen der Ringvorlesung stehen online zur Verfügung. 

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